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Sommer 1990 :
Gründung des Vereins "Die Beginen" e. V.
Gründung des "Vereins zur Förderung der Weiterbildung von Frauen e. V."
mit dem FrauenTechnikZentrum
Baracken im Rosengarten als
vorübergehende Arbeitsstelle angemietet - Kultur-, Bildungs- und
Beratungszentrum für Frauen mit Kursen und Veranstaltungen entsteht
seit 1991:
Neue
Projekte werden eingerichtet: Mädchenprojekt Beratungsstelle für sexuell
missbrauchte Kinder, Notruf für Frauen, Frauenhausberatungsstelle vom Verein "Frauen helfen
Frauen e. V." und
Amanda e. V. Verein für alleinerziehende Mütter.
Die Universität Rostock
will den Frauenprojekten zum 31.12.1993 kündigen - neue Unterkunft nicht
in Sicht. Das geplante Mädchenhaus findet keine Unterkunft in Rostock so
entsteht die Idee (nach dem Motto "gemeinsam sind wir stärker") zusammen
eine Bleibe zu suchen.
Frühjahr bis Herbst 1993: Suche nach neuen Räumlichkeiten, Möglichkeiten z. B.
in Baracken am Güterbahnhof 24, dann Gerberbruch 30, spontane Gründung des
Dachverbandes "Rostocker Fraueninitiativen" e. V. am 25.5.93, damit eine
juristische Person für Vertragsabschlüsse zur Verfügung steht => viel
Zeit- und Kraftaufwand der Vereinsfrauen, Aufregung, aber auch Eindringen
in Verwaltungsdschungel durch zähe Verhandlungen um Geld und Räume
12.10.93 Liegenschaftsamt bietet 2
Ausweichobjekte an: KiTa Paulstraße 38 (für Einzug aller Projekte zu
klein) und KiTa Ernst-Haeckel-Str. 1 in der Südstadt - diese KiTa ist die
älteste Einrichtung in ganz Rostock
Winter 1993:
Kampf um
dringend benötigte Gelder, Forderung nach günstigen Mietkonditionen,
Sanierung der Abwasseranlage und finanzielle Unterstützung durch Stadt
Oberbürgermeister Prof. Dr. Schröder verzichtet bei Amtsantritt auf neue
Möbel und stellt 145.000 DM zur Reparatur der Abwasseranlage zur Verfügung
Januar bis Mai 1994: Ringen um Fördergelder für Umbau des
Gebäudes Ernst-Haeckel-Str. 1, Anträge werden alle abgelehnt, der
persönliche Einsatz von hohen Abgeordneten verläuft ergebnislos. Der Druck
vom Liegenschaftsamt, den Mietvertrag zu unterschreiben, wächst. (Drohung
an andere Interessenten zu verkaufen) Im Ergebnis langer, zäher
Mietverhandlungen wurde am 26.5.1994 rückwirkend zum 1.5.1994 der
Mietvertrag für die Ernst-Haeckel-Str. 1 unterschrieben: (25 Jahre Miete,
Option auf Erbbaurecht, Sicherheitsklausel für die Banken) Lichtblicke:
Sozialamt stundet Miete für 1994, 2 ABM-Kräfte eingestellt, Stützung und
Spenden (Gartengeräte, Kvaerner Werft gibt 5.000 DM, 1.000 DM von einer
älteren Frau)
Juni 1994:
Vertragsabschluß zwischen und "Rostocker
Fraueninitiativen" e. V. und aib Architektur- und Ingenieurbüro Nord,
Bauordnungsamt erteilt Teilnutzungsvertrag, dass Projekte zunächst ohne
Umbau einziehen können, Hochbauamt übernimmt Planung der Abwasseranlage
Juli 1994: Am 7.7. findet vor der leeren KiTa das 1. Hoffest
des BEGINENHOFES statt. Die neuen Nachbarinnen trauen sich noch nicht,
einfach zu kommen.
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Sommer / Herbst 1994: Die Frauen
renovieren ihre Räume im Beginenhof und ziehen ein => mit einem großen
Aufwand an Zeit und Kraft und den letzten Geldern, Spenden aus der
Bevölkerung von Werkzeugen und Möbeln
Dezember 94 / Januar
1995: Förderanträge scheitern, die Bezahlung von Rechnungen werden
gefordert - und immer noch keine Finanzierungsmöglichkeit in Sicht,
Mädchenprojekt erhält aus Bonn 3.500 DM für Umbau seiner Räume. Dem
Dachverband fehlen Mieteinnahmen, weil viele Räume ohne Umbau nicht
beziehbar sind, alle Projekte müssen höhere Miete zahlen => bedeutet
für einige Härtefall,
Senator für Jugend, Gesundheit und Soziales besucht
Beginenhof, rät zum Antrag des Mädchenhauses an Stadt. (150.000 DM)
Februar 1995: Arbeiten an Abwasseranlage beginnen, es müssen 7
Pappeln abgeholzt werden - als Auflage Anpflanzung von 56 Bäumen auf dem
Gelände des Beginenhofes
März bis Mai 1995: Einer
Ausfallbürgschaft wurde vom Land nicht stattgegeben, weil Beginenhof sich
vorwiegend aus ABM-Geldern trägt - Kreditaufnahme somit nicht möglich.
Senat beschließt Förderung des Mädchenhauses mit einmaliger Zuwendung von
370.000 DM (Mädchen haus kann damit laut Plan umgebaut werden) sowie
Förderung der Alarmanlage für Beginenhof mit 10.000 DM, weitere35.000 DM
kommen vom Sozialministerium => d. h.: nach 2 Jahren harten Kämpfens
durch den Verwaltungs- und Finanzdschungel wurde endlich ein Sieg
errungen!!! Zwei ABM-Frauen werden zur Koordination von Arbeiten in Haus,
Hof und Garten eingestellt und leisten Erhebliches zur Verschönerung der
Flure.
24.5.1995:
2. Hoffest und feierliche Eröffnung des Beginenhofes.
Bis jetzt sind ins neue Haus gezogen:
- der Notruf
für Frauen vom Frauen helfen Frauen e.V.
- das Mädchenprojekt, der
Mädchentreff Hexenkessel, Frauen helfen Frauen e.V.
- die Frauenhausberatungsstelle,
Frauen helfen Frauen e.V.
- der Ökokrabbelgruppe
vom Ökohaus e.V.
- der Kindergarten des
Beginen e.V.
- das Cafe des Beginen
e.V.
- die Werkstätten des
Beginen e.V.
- das
FrauenTechnikZentrum vom Verein zur Förderung der Weiterbildung von
Frauen
- der Amanda-Verein,
Verein für
alleinerziehende Mütter
Auf einem Empfang wird den offiziell geladenen Gästen und zahlreichen
Mitarbeiterinnen für
Unterstützung beim Aufbau des Beginenhofes gedankt, anschließend werden
alle Projekte besichtigt, dann wird gefeiert, gefeiert ...
Zahlreiche Besucherinnen kamen und fühlten sich augenblicklich wohl.
August 1995 ist der Baubeginn für
den Umbau Mädchenhaus das
Geld für die Alarmanlage (10.000 DM) ist endlich da! mit den 5000.- DM
von der Ostseesparkasse wird die Heizung durchgespült - denn der nächste
Winter kommt bestimmt.
jeweils montags um 9.00 finden ab jetzt die
Vorstandssitzungen statt. Aus jedem Projekt soll eine Mitarbeiterin
teilnehmen, damit der Informationsfluss im Haus nicht ins Stocken gerät.
Der Informationsfluss ist ein Problem. Wir haben alle Hände und Köpfe voll
zu tun überhaupt Räume zu schaffen, um arbeiten zu können. Der Inhalt
untereinander kommt zu kurz - es wird eine "Montagsgruppe" gegründet - die
über alle finanziellen und organisatorischen Probleme hinweg sich um
Inhaltliches kümmern möchte. Wenige Frauen nehmen teil.
Herbst
1995:
Wir sind dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um das
Haus weiter zu renovieren. Frau Thielk Gleichstellungsbeauftragte der
Stadt Rostock will mit allen Ämtern des Senates und mit dem OB um Lösungen
ringen. Dazu sollen auch politische Gremien in Zukunft im Hause tagen. Der
FrauenPolitische Tisch und der Sozialausschuss sind angedacht.
Der
Beginenhof nimmt am Stadtteilfest teil. Die Finanzerin Gabriela Nadolny" Gaby" geht im
Dezember, da sie eine Festanstellung woanders bekommt. Was machen wir
dann? Miete erhöhen? Damit der Eigenanteil für eine SAM-Stelle gezahlt
werden kann. Wir brauchen im Dachverband dringend kontinuierliches
Personal! Antje Kräft wird eingestellt.
Problem im Haus:
Mietrückstände müssen zügig beglichen werden. Wir schaden uns durch
die Verzögerung nur selber! Ein Teufelskreis der Fördergelder! Kommen
keine, bekommen wir keine Miete und gefährden das gesamte Projekt. Die
Projekte müssen irgendwie Rücklagen bilden, damit das finanzielle Risiko
nicht so groß ist. Also noch einmal durch den Förder-, Spenden-,
Gesetzesdschungel wühlen.
Problem behindertengerechtes WC: Fördergelder dafür
gibt es nur, wenn ein fester Arbeitsplatz für eine Behinderte garantiert
ist, und auch dann ist es ein langer Weg durch die Instanzen. Keine Zeit
dafür! Keine Ratten und keine Hunde mehr im Cafe, beschließt der Dachverband
Januar 1996: 2000.- DM von den Johannitern als Spende für uns.
Davon kaufen wir uns Auslegware. Einige Tausend Mark zahlt das Mädchenhaus
für Teppich in ihren Flurbereichen. Qualität: SISAL - sieht super aus!
März 1996:
Alle Projektfrauen fieren zum internationalen Tag der
Frauen am Uniplatz. Nachmittags gibt es Kabarett im Cafe des Beginenhofes
Die Ausstellung "gegen sexuelle Missbrauch" wird eröffnet.
Zuwendungsbescheid von 230.000 DM des Landes wird von Karla
Staszak (Gleichstellungsbeauftragte des Landes M/V) überbracht - für den
weiteren Umbau des Hauses. Nun können wir Grundsätzliches renovieren.
Die Präsentation des Beginenhofes auf der Ostseemesse wird vorbereitet.
Juni 1996:
Mietprobleme: Die Projekte sind von Geldgebern abhängig,
die ihrerseits die Zahlungen verzögern. Dies wirkt sich auch auf die
Mietzahlungen im Haus aus. Krisensitzungen folgen! Stammstelle für den
Beginenhof wird beantragt. (bei 30 ABM Kräften im Haus gibt es eine feste
Stelle) unsere Wunschkandidatin ist Angelika Blümecke.
August 1996: Die
Fördergelder sind verbraucht. Strom, Elektrik und die Bäder und Toiletten
funktionieren! Teilweise ist die Fassade neu (orange! Lila wurde vom Amt
abgelehnt). Die Balkontüren sind neu.
Dezember 1996: Das Jahr
endet mit einem Tag der offenen Tür. Das Mädchenprojekt präsentiert zu
diesem Anlass ihre neue CD - ROM "Selma", ein interaktives Computerspiel
zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch.
1997:
Das Gesundheitszentrum ! "Klara" wird eröffnet. Initiatorin ist Dörte
Heidenreich - die
dort auch psychotherapeutisch arbeitet. Dieses Zentrum legt die
Kräuterspirale im Innenhof an.
"Ausgefördert" sind Projekte und
Mitarbeiterinnen. Der dauernde Wechsel von ABM- Kräften geht über die
Kräfte der ehrenamtlichen Vorstandsfrauen. Sie trennen sich von einigen
Projekten. Textilwerkstatt und Bibliothek von den Beginen müssen
schließen. Das Frauencafe übergeben sie an den Dachverband. Amanda -
Verein für alleinerziehende Frauen - schließt aus diesem Grund den
Geräteausleihservice auf. Die Miete wird vereinheitlicht und erhöht. Alle
Projekte von Mitgliedsvereinen zahlen das Gleiche. Von außen Kommende, wie
Ökokrabbelgruppe und Tanzlehrerin zahlen mehr. Eliska zieht in den frisch
renovierten Tanzraum und eröffnet ein Bauchtanzstudio. Dies zieht viele
neue Frauen in das Haus.
Die Stammstelle der Koordinatorin des Beginenhofes
wird abgelehnt. Es gibt nicht mehr genügend ABM-Kräfte im Haus. Einerseits
aus oben genannten Gründen. Andererseits haben immer mehr Projekte
inzwischen "institutionalisierte" also (fast) feste Stellen. Dies wirkt
sich hier negativ aus.
1998: Der Förderdschungel ist
durchblickt. ABM, SAM, LKZ, 249 h und bald GAP Stellen fordern von uns
hohes Geschick und Einhalten aller Bedingungen und Fristen. Dies alles
ohne Koordinatorin und Finanzerin. Angelika arbeitet ehrenamtlich. Die
Vorstandsfrauen (aus jedem Mitgliedsverein eine - also vier) engagieren
sich so viel sie neben ihrer Arbeit können. Zeit für Inhalt bleibt zu
wenig. Die Hausmeisterin Marianne Schimkus hat nun für drei Jahre eine "LKZ-
Stelle". Eine Wohltat für das Haus. Rechtsanwältin Kyra Meier zieht ins
Haus. Der 8. März wird dieses Jahr groß im Foyer des Volkstheaters
gefeiert. Die Rostocker Fraueninitiativen e. V., also der Dachverband
des Beginenhofes wird Mitglied im Landesfrauenrat.
1999: Auf
der Top 99 in Düsseldorf wird der Beginenhof an einem Stand präsentiert.
Der Beginenhof nimmt wie jedes Jahr an der Frauenmesse teil, dies ist
ein Teil der Ostseemesse. Dort präsentieren sich alle Frauenprojekte und
Unternehmerinnen und Vereine die frauenpolitisch arbeiten. Aufgrund
großen Engagements von Antje erhalten wir dieses Jahr erstmals Bußgelder
in nennenswerter Höhe. Angelika wurde als Vorstandfrau des
Landesfrauenrates gewählt und in dieser Eigenschaft in den Vorstand des
Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung entsandt. Der Beginenhof gewinnt
mehr und mehr an Einfluss und kann auf frauenpolitische Notwendigkeit
immer mehr pochen. CORA - Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt
zieht in den Beginenhof ein. Die Psychotherapiepraxis von Ines Göthe und
Regine Knop wir eröffnet.
2000:
8. März - Frauenbörse
im Volkstheater - der Beginenhof beteiligt sich.
Wiedereröffnung des Frauentreffs - nun als
GAP - Projekt mit drei Mitarbeiterinnen und umfangreichen Umbauten.
Nach und nach werden die Fenster ausgetauscht. Erbpacht ist immer noch
im Gespräch. Die Vor- und die Nachteile sind immer noch die Gleichen.
Angelika ist die Koordinatorin - leider haben wir aber immer noch keine
feste Stelle. Die Stammstellenvergabe ist aber nun ein
Einzelfallentscheidung. Wenn die Zahl der geforderten ABM und SAM nicht
erreicht wird, kann mit weiteren Begründungen und dem Votum verschiedener
gewichtiger Behörden und Ämter eine Einzelfallentscheidung in unserem
Interesse gefunden werden. Das bedeutet Anträge, Gespräche und
schriftliche Begründungen. Es werden das ganze Jahr nach weiteren
Möglichkeiten gesucht die Stellen zu erhalten. Von ihnen hängt der reibungslose Ablauf
und das Funktionieren des Hauses und die weitere Renovierung ab.
Lena e. V. hat sich gegründet und mietet sich in den Beginenhof
ein. Sie bereiten das Lesbenfrühlingstreffen Pfingsten 2001 in Rostock
vor. Marianne erhält ab Oktober als Hausmeisterin einen festen
Arbeitsvertrag.
2001: der Stammstellenantrag ist abgelehnt. Es
ist zermürbend. Wir verstärken noch mal unser Anliegen nach einer
kontinuierlichen Kraft für das Haus - wir schreiben an alle "Wichtigen" -
organisieren den Frauenpolitischen runden Tisch mit diesem Thema und
machen auf diese Problematik auch bei der Frauenmesse aufmerksam. Das
Lesbenfrühlingstreffen findet statt und ist trotz Regen ein voller Erfolg.
Viele Frauen kommen, einige schlafen im Beginnhof. ABM Stellen werden stark eingeschränkt. SAM
Stellen , mit Eigenanteil der Träger wird es weiter geben. Der Beginenhof
ist nun ein etabliertes Projekt mit dem Ruf "Deutschlands größtes
Frauenzentrum" zu sein. Alles hat sich eingerichtet - das Haus wird nach
und nach weiter renoviert.
2002: Für die Stammstellendiskussion
gibt es neue Hoffnung. Ein Gespräch mit OB Arno Pöker zeigte noch einmal
auch das Interesse der Stadt Rostock nach einer stabilen Situation. Es
scheint so, als ob wir die Problematik verständlich machen konnten.
Cora und Frauenhausberatungsstelle ziehen in die Innenstadt. Es
wird die Erstellung einer Internetseite geplant. Vereine könnten durch
die Bildung eines gemeinsamen Dachverbandes eine OASE bilden (Organisation
für Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung) werden. Diese wird, bei einer
entsprechenden Anzahl on ABM/SAM (so um die 200), wiederum vom Land
gefördert. Eine OASE hat Arbeitgeberfunktion und stellt die
Projektanträge. Die einzelnen Vereine könnten ihre Vereinsstruktur
beibehalten und Projektideen entwickeln. Die drei "großen" Vereine in
Rostock denken darüber nach sich zusammen zu schließen. Für uns "Kleine"
ist es "eine Krücke für die Krücke" die wir nicht wollen. Wir leisten
hochqualifizierte Frauensozial- und Bildungsarbeit und sind keine
Beschäftigungsträger für Massen-ABM.
2003: Der Beginenhof hat
ein neues Logo und die Erstellung des Internetportals schreitet voran.
Mit
Jahresende ist die Stelle der Finanzerin ausgelaufen. Ein GAP-Projekt des
Frauentreffs erhält zumindest dieses Kommunikationszentrum des Hauses
aufrecht. Der Verein kann finanziell die beiden Festanstellungen der
Hausmeisterin du Köchin, die Eigenanteile der SAM Stellen des
GAP-Projektes und Kosten für geringfügig Beschäftigte gerade noch leisten,
damit ist der Spielraum erschöpft, zumal die Mieten nicht nochmals
angehoben werden können. Die hereinbrechende Kündigungswelle von
Leistungen im sozialen Bereich schränkt die Projekte im Hause auch noch
weiter ein.
Die Beginen e. V. geben nun den Kindergarten und die Keramikwerkstatt an den Waldemarhof e. V. ab und konzentrieren sich ganz auf die Kulturangebote in der Innenstadt, Heiligengeisthof. Somit sind ab Oktober die Vereine
- "Verein zur Förderung der Weiterbildung von Frauen e. V." -Vorstandsfrau:
Dr. Sabine Kesting
- Frauen helfen Frauen e. V." - Vorstandsfrau Ulrike Bartel
- "Amanda e. V."- Vorstandsfrau Christine Wild
die Trägervereine der Rostocker Fraueninitiativen e. V. Eine Satzungsänderung
wurde umfassend diskutiert, aber zunächst auf kleinere Änderungen beschränkt
und beschlossen, da die strategische und inhaltliche Ausrichtung unseres Vereins
und Hauses intensiv erfolgen muss und von finanziellen und weiteren Voraussetzungen
abhängt. Dazu gehörte auch der Antrag auf Erbpacht/Kauf des Hauses, um diesen Schritt
nochmals endgültig geklärt zu haben. Jedoch sehen wir z. Zt. keine Möglichkeiten die
Finanzierung des Sanierungsbedarfs über Kredite bei Banken realisieren zu können,
dies kann der Verein alleine nicht schaffen.
Mit der neuen Kulturkoordinatorin Undine kam neuer Schwung in die Angebote des Hauses,
so konnte der Frauensonntag in Zusammenarbeit mit dem Projekt Frauentreff zu einer
regelmäßigen, gut angenommenen Instanz entwickelt werden.
Die Kindertagesstätte wird grundlegend saniert und modernisiert- nach langen Monaten
hoher Toleranz aller Mitbewohner dann ein Schmuckstück !!
2004:
Das Projekt Frauentreff übernimmt nach Auslaufen der Förderung der Stelle
Kulturkoordinatorin noch mehr inhaltlich koordinierende, kulturelle Aufgaben.
Ein sanierter Fußboden mit neuem Belag im Frauentreff und frische Wände, auch nachfolgend
auf den Fluren, werten das Gebäude zumindest von Innen sehr auf, was von vielen
Besuchern und Kulturschaffenden immer mit Anerkennung wahrgenommen wird!
Die Bündelung der vorhandenen Kräfte aus den Einrichtungen des Mädchenprojektes
Rostock, dem Notruf für Frauen und Mädchen und dem Modellprojekt ZeugInnenbegleitung
in einer Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt (Trägerverein: Frauen helfen
Frauen e. V. Rostock) mit einer Zielgruppenerweiterung macht eine Zentralisierung der
Räumlichkeiten und damit einen weiteren Umbau / Sanierung notwendig. Auch hier gibt
es ab Juli neue, helle Räume.
Jubiläumsfeier 10 Jahre Beginenhof bedeutet auch: Die Diskussion um die Zukunft des
Hauses inhaltlich und baulich, der Vereinssatzungen und weiteren kooperierenden
Bündelung aller Frauenpower wird weitergeführt und auch unterstützt von
Persönlichkeiten und Institutionen des Landes sowie der Stadt.
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